HDE-Konsumbarometer im Oktober: Verbraucherstimmung steigt leicht an, bleibt aber verhalten

HDE-Konsumbarometer im Oktober: Verbraucherstimmung steigt leicht an, bleibt aber verhalten

Veröffentlicht am: 20. Oktober 2023Kategorien: Fakten, HVMITTE, HVSUEW, Twitter

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland verbessert sich im Oktober etwas.

Laut dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) legt der Index im Vergleich zum Vormonat zu und erreicht das Niveau, auf dem er sich zuletzt Anfang des Vorjahrs und damit vor Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine bewegt hat.
Jedoch geht der HDE davon aus, dass die grundsätzlich schwache Entwicklung für den Rest des Jahres anhalten wird. Daher könne der private Konsum voraussichtlich erst im nächsten Jahr wieder für Wachstumsimpulse sorgen.

Die Verbraucher haben wieder Lust auf Shoppen:
Die Verbraucher verlagern ihre Ausgaben vom Sparen zum Konsum.
Die positive Entwicklung der Anschaffungsneigung hält weiterhin an und die Sparneigung dagegen lässt nach.
Vor diesem Hintergrund rechnet der HDE im vierten Quartal dieses Jahres zumindest nicht mit einem Einbruch des privaten Konsums.

Was die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland angeht, zeigen die Verbraucher sich pessimistisch. Im Vergleich zum Vormonat trüben sich ihre Konjunkturerwartungen etwas ein. Auch ihre eigenen Einkommenserwartungen verringern sich.
Vor einem Jahr war der Pessimismus unter den Verbrauchern zwar stärker vertreten. Dennoch trägt die von den Verbrauchern erwartete verhaltene Entwicklung der finanziellen Möglichkeiten dazu bei, dass in diesem Jahr nicht mit einer deutlichen Erholung des privaten Konsums zu rechnen ist.

Die positive Entwicklung bei der Verbraucherstimmung ist im September zum Erliegen gekommen. Diese Unterbrechung war jedoch kein Zeichen einen kommenden Wendepunkts, wie das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeigt.
Im Oktober steigt das HDE-Konsumbarometer wieder an. Die Aufhellung der Stimmung kommt allerdings nur in kleinen Schritten voran. Eine Erholung wird daher voraussichtlich erst im Jahr 2024 einsetzen. Erst dann wird der private Konsum wieder ein Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Deutschland sein können.

 

Quelle:
Handelsverband Deutschland (HDE)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin

 

06.10.23

Die letzten Artikel

Recht auf Reparatur: Das ändert sich jetzt im Reklamationsalltag

7. August 2026|HVMITTE, HVSUEW, Mittelrhein, Pfalz, Recht, Rheinhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News, Trier|

Seit dem 31. Juli 2026 gilt das neue Reparaturrecht. Verkündet wurde das Umsetzungsgesetz am 22. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt. Für einen Teil der Händler entsteht eine echte Herstellerpflicht, für praktisch alle anderen ändert sich das Gewährleistungsrecht im Verbrauchergeschäft. Das Gesetz setzt die EU-Richtlinie 2024/1799 um und ändert das BGB an mehreren Stellen. Zwei Regelungsblöcke sind zu unterscheiden. Nur wer beide kennt, weiß, wie stark er betroffen ist. Block 1: Neues Gewährleistungsrecht für Verbraucherverkäufe Diese Änderungen betreffen jeden Händler, der Waren an Verbraucher verkauft, unabhängig von der Warengruppe. Sie gelten für Kaufverträge, die ab dem 31. Juli 2026 geschlossen wurden. Reparierbarkeit zählt

Arbeitsmarkt Westpfalz: Mehr Arbeitslose, aber auch mehr offene Stellen

6. August 2026|Pfalz, Rheinland-Pfalz, Top News|

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens ist im Juli 2026 gestiegen. 19.805 Menschen waren arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 7,0 Prozent. Für den Handel interessanter ist die andere Zahl: Die Zahl der offenen Stellen wächst deutlich. Der Anstieg um 727 Personen gegenüber Juni folgt dem üblichen Sommermuster. Junge Menschen finden nach Schule oder Ausbildung nicht direkt eine Stelle, Zeitverträge laufen zum Quartalsende aus, vor den Sommerferien wird gekündigt. Entsprechend stark fällt der Zuwachs bei den 15- bis 24-Jährigen aus, deren Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent kletterte. Für Betriebe, die Personal suchen, ist die Lage besser als im Vorjahr.

Inflation in Rheinland-Pfalz zieht im Juli deutlich an

5. August 2026|Rheinland-Pfalz, Top News|

Die Preise steigen wieder schneller. Die Inflationsrate in Rheinland-Pfalz lag im Juli 2026 bei 3,1 Prozent. Im Juni waren es noch 2,4 Prozent. Hauptgrund ist der Wegfall des Tankrabatts. Was teurer wurde Kraftstoff +28,9 % Heizöl +29 % Möhren +27,9 % Gurken +26,8 % Schokolade & Riegel +8,8 % Gemüse insgesamt +4,7 % Zucker, Marmelade, Honig +3,9 % Der Haupttreiber: Energie. Mit dem Wegfall des Tankrabatts stiegen die Kraftstoffpreise binnen eines Monats von plus 8,9 auf plus 28,9 Prozent im Jahresvergleich. Was günstiger wurde Butter –26,9 % Speisefette & -öle –12,6 % Strom –4,9 % Molkereiprodukte & Eier –3,8 % Bekleidung

Nach oben