Valentinstag 2026: Einzelhandel in Rheinland-Pfalz und im Saarland erwartet rund 70 Millionen Euro Umsatz
Rund 69,8 Millionen Euro Umsatz erwarten die Einzelhändler in Rheinland-Pfalz und im Saarland rund um den Valentinstag am 14. Februar. Bundesweit rechnet der Handelsverbands Deutschland (HDE) beim Valentinstags-Geschäfts mit einem Umsatz von 1,18 Milliarden Euro. Für die Region bedeutet das einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (77,3 Millionen Euro), der allerdings bundesweiten Trends folgt.
„Der Valentinstag ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit“, sagt Dr. Thomas Scherer, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Südwest. „Unsere Händler vor Ort bieten die passenden Geschenke – von klassischen Blumensträußen über Pralinen bis hin zu Schmuck. Da findet jeder eine kleine Aufmerksamkeit für seine Liebsten.“
Allerdings gibt es in diesem Jahr eine Besonderheit: Der Valentinstag fällt ausgerechnet auf den Karnevalssamstag. Das bremst das Geschäft bundesweit spürbar. Nur noch 20 % der Verbraucher planen laut einer HDE-Umfrage des IFH Köln, zum Valentinstag einzukaufen – das sind fast acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Jeder zwölfte Befragte gibt sogar an, in diesem Jahr ganz auf Valentinsgeschenke zu verzichten und sein Geld lieber für Karneval auszugeben.
Bundesweit macht sich dieser Effekt deutlich bemerkbar: Während der Einzelhandel im Vorjahr noch 1,3 Milliarden Euro zusätzlich umsetzte, werden es 2026 voraussichtlich nur 1,18 Milliarden Euro sein. In Rheinland-Pfalz und im Saarland geht der Handel von einem ähnlichen Rückgang, wie im bundesweiten Trend, aus.
der Großteil der Verbraucher, die zum Valentinstag einkaufen, wollen ähnlich viel ausgeben wie im Vorjahr (59 %). Etwa jeder Fünfte (19 %) plant sogar, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Dagegen will gut ein Fünftel (22 %) etwas sparen.
Bei den Geschenken bleiben die Menschen klassisch: Am beliebtesten sind Blumen und Pflanzen, gefolgt von Lebensmitteln wie Pralinen oder Schokolade. Auch Geschenkgutscheine, Deko-Artikel, Kosmetik sowie Uhren und Schmuck stehen hoch im Kurs.
(Text: Handelsverband Südwest e. V./ks; Grafik: Handelsverband Südwest e. V.)
Die letzten Artikel
Stopp Ladendiebstahl: Kostenlose Plakate für Ihr Geschäft
Ladendiebstahl kostet den deutschen Einzelhandel jährlich rund drei Milliarden Euro. Der Handelsverband Deutschland (HDE) stellt jetzt kostenlose Plakate zur Verfügung, mit denen Händler ein sichtbares Zeichen setzen können. Die Zahlen sind bekannt: Allein 2025 wurden bundesweit 357.651 einfache und 25.445 schwere Ladendiebstähle registriert. Die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen des HDE bei über 90 Prozent. Neben der politischen Forderung nach konsequenterer Strafverfolgung setzt der HDE nun auch auf ein niedrigschwelliges Mittel direkt am Verkaufsort: Aufklärungsplakate für die Auslage im Geschäft. Was steckt hinter der Aktion? Unter dem Motto „Stoppt den Ladendiebstahl“ stellt der HDE neun Plakatmotive zum kostenlosen Download bereit. Sie richten
Recht auf Reparatur: Das ändert sich jetzt im Reklamationsalltag
Seit dem 31. Juli 2026 gilt das neue Reparaturrecht. Verkündet wurde das Umsetzungsgesetz am 22. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt. Für einen Teil der Händler entsteht eine echte Herstellerpflicht, für praktisch alle anderen ändert sich das Gewährleistungsrecht im Verbrauchergeschäft. Das Gesetz setzt die EU-Richtlinie 2024/1799 um und ändert das BGB an mehreren Stellen. Zwei Regelungsblöcke sind zu unterscheiden. Nur wer beide kennt, weiß, wie stark er betroffen ist. Block 1: Neues Gewährleistungsrecht für Verbraucherverkäufe Diese Änderungen betreffen jeden Händler, der Waren an Verbraucher verkauft, unabhängig von der Warengruppe. Sie gelten für Kaufverträge, die ab dem 31. Juli 2026 geschlossen wurden. Reparierbarkeit zählt
Arbeitsmarkt Westpfalz: Mehr Arbeitslose, aber auch mehr offene Stellen
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens ist im Juli 2026 gestiegen. 19.805 Menschen waren arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 7,0 Prozent. Für den Handel interessanter ist die andere Zahl: Die Zahl der offenen Stellen wächst deutlich. Der Anstieg um 727 Personen gegenüber Juni folgt dem üblichen Sommermuster. Junge Menschen finden nach Schule oder Ausbildung nicht direkt eine Stelle, Zeitverträge laufen zum Quartalsende aus, vor den Sommerferien wird gekündigt. Entsprechend stark fällt der Zuwachs bei den 15- bis 24-Jährigen aus, deren Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent kletterte. Für Betriebe, die Personal suchen, ist die Lage besser als im Vorjahr.

