HDE-Konsumbarometer im Oktober: Verbraucherstimmung steigt leicht an, bleibt aber verhalten
Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland verbessert sich im Oktober etwas.
Laut dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) legt der Index im Vergleich zum Vormonat zu und erreicht das Niveau, auf dem er sich zuletzt Anfang des Vorjahrs und damit vor Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine bewegt hat.
Jedoch geht der HDE davon aus, dass die grundsätzlich schwache Entwicklung für den Rest des Jahres anhalten wird. Daher könne der private Konsum voraussichtlich erst im nächsten Jahr wieder für Wachstumsimpulse sorgen.
Die Verbraucher haben wieder Lust auf Shoppen:
Die Verbraucher verlagern ihre Ausgaben vom Sparen zum Konsum.
Die positive Entwicklung der Anschaffungsneigung hält weiterhin an und die Sparneigung dagegen lässt nach.
Vor diesem Hintergrund rechnet der HDE im vierten Quartal dieses Jahres zumindest nicht mit einem Einbruch des privaten Konsums.
Was die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland angeht, zeigen die Verbraucher sich pessimistisch. Im Vergleich zum Vormonat trüben sich ihre Konjunkturerwartungen etwas ein. Auch ihre eigenen Einkommenserwartungen verringern sich.
Vor einem Jahr war der Pessimismus unter den Verbrauchern zwar stärker vertreten. Dennoch trägt die von den Verbrauchern erwartete verhaltene Entwicklung der finanziellen Möglichkeiten dazu bei, dass in diesem Jahr nicht mit einer deutlichen Erholung des privaten Konsums zu rechnen ist.
Die positive Entwicklung bei der Verbraucherstimmung ist im September zum Erliegen gekommen. Diese Unterbrechung war jedoch kein Zeichen einen kommenden Wendepunkts, wie das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeigt.
Im Oktober steigt das HDE-Konsumbarometer wieder an. Die Aufhellung der Stimmung kommt allerdings nur in kleinen Schritten voran. Eine Erholung wird daher voraussichtlich erst im Jahr 2024 einsetzen. Erst dann wird der private Konsum wieder ein Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Deutschland sein können.
Quelle:
Handelsverband Deutschland (HDE)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
06.10.23
Die letzten Artikel
Rewe testet kassenlose Märkte und Drive-in-Abholung. Was bedeutet das für den Einzelhandel?
Der Lebensmittelriese Rewe erprobt gerade zwei neue Einkaufskonzepte, die den Supermarktbesuch grundlegend verändern könnten. Für den mittelständischen Einzelhandel lohnt ein genauer Blick auf beide Modelle. Pick & Go: Einkaufen ohne klassische Kasse In Hannover hat Rewe bereits den siebten Testmarkt mit seiner Pick&Go-Technologie eröffnet. Auf rund 650 Quadratmetern können Kunden wie gewohnt einkaufen, ohne die Produkte an der Kasse einzeln zu scannen. Hinter dem System steckt der Technologiepartner Trigo Vision, der mithilfe von Computer-Vision eine digitale 3D-Karte des Marktes erstellt und damit Warenbewegungen präzise erkennt. Am Bezahlterminal erscheint der Einkauf automatisch auf dem Display. Der Kunde prüft die Liste, bezahlt per
Fußverkehrs-Check Bad Neuenahr-Ahrweiler: Mehr Aufenthaltsqualität für Handel und Innenstadt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kurstadt an der Ahr gehört zu den zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr am Fußverkehrs-Check des Landes teilnehmen. Unter dem Motto „Gut zu Fuß in
Tarifrunde Einzelhandel RLP: Arbeitgeber strecken den Arm aus – ver.di lehnt ab
Mainz, v.l.n.r.: Dr. Nelly Gerig, Dr. Thomas Scherer, Monika Di Silvestre, Stefan Prinz In der zweiten Runde der Entgelttarifverhandlungen für den Einzelhandel in Rheinland-Pfalz haben die Arbeitgeber heute in Mainz ein konkretes Angebot vorgelegt. Die ver.di-Arbeitnehmerkommission wies es als unzureichend zurück. Ein Angebot mit klarer Botschaft Die Arbeitgeberseite bietet eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent in zwei Stufen an – bei einer Laufzeit von 24 Monaten: 2 Prozent ab dem 1. November 2026, weitere 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027. Gleiches gilt für den Tarifvertrag Warenverräumung sowie für die Ausbildungsvergütungen, die entsprechend angepasst werden. Verhandlungsführerin Dr. Nelly Gerig

