Inflation in Rheinland-Pfalz: Was Händler jetzt wissen müssen

Inflation in Rheinland-Pfalz: Was Händler jetzt wissen müssen

Veröffentlicht am: 29. April 2026Kategorien: Fakten, HVSUEW, Pfalz, Rheinland-Pfalz, Top News

Die Preise steigen weiter, aber langsamer. Die Inflationsrate in Rheinland-Pfalz lag im April 2026 bei 2,7 Prozent. Im März waren es noch 2,9 Prozent. Eine leichte Entspannung, aber kein Grund zur Entwarnung.

Was teurer wurde

  • Kraftstoff +24,2 %
  • Heizöl +23,2 %
  • Schokolade & Riegel +18,5 %
  • Rind- und Kalbfleisch +9 %
  • Verkehr insgesamt +7 %
  • Zucker, Marmelade, Süßwaren +7,8 %

Der Haupttreiber: Energie. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus halten die Mineralölpreise hoch.

Was günstiger wurde

  • Butter –23,3 %
  • Quark –20 %
  • Speiseöle –11,6 %
  • Strom –5,6 %

Wer im Lebensmittelhandel tätig ist, kann hier gezielt mit Preisaktionen arbeiten.

Was das für den Handel bedeutet

  • Energiekosten bleiben das größte Problem. Solange der Konflikt im Nahen Osten anhält, bleibt Energie teuer. Wer noch keine Festpreisverträge hat, sollte jetzt verhandeln.
  • Kunden spüren den Druck. Besonders bei Alltagsprodukten wie Fleisch und Süßwaren reagieren Verbraucher preissensibel. Klare Preiskommunikation im Laden schafft Vertrauen.
  • Kerninflation leicht gesunken. Die Kerninflation – also ohne Energie und Lebensmittel – liegt bei 2,2 Prozent. Das zeigt: Der Basispreisdruck lässt minimal nach.
  • Gastronomie und Hotellerie unter Druck. Preise in diesem Bereich stiegen um 2,9 Prozent. Wer in der Gastronomie einkauft oder beliefert, sollte Konditionen neu prüfen.

Fazit

Die Inflation schwächt sich ab, aber bleibt spürbar. Für Händler gilt: Energiekosten im Blick behalten, preissensible Sortimente gezielt steuern und transparent mit Kunden kommunizieren.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, April 2026/hv/ks; Bild: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)

Die letzten Artikel

Positive Bilanz: „Keine Likes für Lügen“ von Altenkirchen bis Wörth am Rhein

11. Juni 2025|Top News|

Rheinland-Pfalz. Über 180 kostenfreie Medienkompetenz-Aktionen an sieben Tagen im ganzen Land: Die Landesregierung Rheinland-Pfalz und die Medienanstalt Rheinland-Pfalz ziehen eine durchweg positive Bilanz der Woche der Medienkompetenz 2025. Über 34 Partner-Organisationen haben sich an der 6. Ausgabe vom 2. bis 8. Juni beteiligt. Die Angebote reichten von Workshops zu Künstlicher Intelligenz über Smartphone-Sprechstunden bis hin zur Webseiten-Erstellung. Tausende Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer nehmen an Woche der Medienkompetenz teil Beim SWR „Klasse:Nachrichten Spezial“ am Donnerstag, 5. Juni, in Mainz kamen Staatssekretärin Heike Raab, SWR-Intendant Prof. Dr. Kai Gniffke und Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt RLP, ins Gespräch mit über 20

Forderungen Handelsverband Südwest: Bürokratieabbau und faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen

15. Mai 2025|Politik, Top News|

Handelsverband Südwest. „In einer politischen Runde haben wir bereits die zunehmende Belastung durch Bürokratie in Deutschland thematisiert. Ein besonders negatives Beispiel stellt die Nachhaltigkeitsberichterstattung dar. Wir fordern daher dringend, dass der sogenannte „Omnibus-Vorschlag“ der EU-Kommission spürbare und praxisnahe Erleichterungen für Unternehmen – insbesondere für den Mittelstand – bringt. Bereits jetzt ist dieser durch Dokumentations- und Berichtspflichten überfordert“, appelliert Dr. Thomas Scherer. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Wettbewerbsverzerrung durch Anbieter aus Drittstaaten. Diese Unternehmen nutzen regulatorische Schlupflöcher gezielt aus, umgehen europäische Vorschriften und verschaffen sich damit erhebliche Wettbewerbsvorteile. Für europäische und insbesondere deutsche Händler – darunter viele in Rheinland-Pfalz –

Jetzt ist Zeit zum Handeln: Der Handelsverband Südwest unterstützt gemeinsame Erklärung gegen politischen Mindestlohn

15. Mai 2025|Politik, Top News|

Handelsverband Südwest/Mindestlohn. Der Handelsverband Südwest stellt sich gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) und weiteren Spitzenverbänden entschieden gegen eine politische Festlegung des Mindestlohns. In einer gemeinsamen Erklärung (Veröffentlichung auf BILD.de), beziehen die Verbände klar Stellung gegen die Forderung nach einem staatlich festgelegten Mindestlohn von 15 Euro im Rahmen der laufenden Koalitionsverhandlungen. Wirtschaft warnt vor Folgen einer Mindestlohnerhöhung Unter dem Titel „15 Euro Mindestlohn? Wirtschaft schlägt Voll-Alarm“ warnt die Wirtschaft eindringlich vor den gravierenden Folgen einer politischen Einmischung in die Arbeit der Mindestlohnkommission. Ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn von 15 Euro könnte zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit, zu mehr Insolvenzen und

Nach oben