Textil- und Modehandel schwächelt – Onlinehandel boomt

Textil- und Modehandel schwächelt – Onlinehandel boomt

Veröffentlicht am: 12. Mai 2025Kategorien: Top News

Statistisches Bundesamt. Das Statistische Bundesamt hat kürzlich vorläufige Umsatzzahlen für die einzelnen Handelsbranchen im März 2025 veröffentlicht. Die Daten basieren auf einer gewichteten Stichprobe von acht Prozent. Die Ergebnisse zeichnen ein durchwachsenes Bild – insbesondere für die stationären Textil- und Modebranchen, die deutliche Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat hinnehmen mussten.

Je nach Segment lagen die Rückgänge zwischen –0,8 Prozent im Schuh- und Lederwarenhandel und –15,1 Prozent im Sportfachhandel. Auch im kumulierten Jahresverlauf bis Ende März bleiben die Zahlen im negativen Bereich. Im Detail:

  • Einzelhandel mit vorwiegend Bekleidung: –3,0 %
  • Einzelhandel mit vorwiegend Textilien (zum Beispiel Bettwaren, Heimtextilien, Handarbeitsbedarf, Stoffe): –14,3 %
  • Schuh- und Lederwarenfachhandel: –4,0 %
  • Einzelhandel mit Gardinen, Teppichen und ähnlichen Produkten: –4,2 %
  • Sportfachhandel: –8,6 %

Im Gegensatz dazu entwickelte sich der Gesamtmarkt deutlich positiver. Der Einzelhandel insgesamt verzeichnete im März ein Umsatzplus von 1,3 Prozent. Besonders stark präsentierte sich der Versand- und Internethandel, der gegenüber März 2024 um beeindruckende 14,8 Prozent zulegte. Im kumulierten Quartalsvergleich liegen Online-Händler damit 11,4 Prozent über dem Vorjahr, während der stationäre Einzelhandel immerhin ein Wachstum von 2,4 Prozent verbuchen konnte.

(Text. Pressestelle Handelsverband Südwest/cb/Quelle: BTE; Foto: AdobeStock_393627094)

 

 

Die letzten Artikel

Recht auf Reparatur: Das ändert sich jetzt im Reklamationsalltag

7. August 2026|HVMITTE, HVSUEW, Mittelrhein, Pfalz, Recht, Rheinhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News, Trier|

Seit dem 31. Juli 2026 gilt das neue Reparaturrecht. Verkündet wurde das Umsetzungsgesetz am 22. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt. Für einen Teil der Händler entsteht eine echte Herstellerpflicht, für praktisch alle anderen ändert sich das Gewährleistungsrecht im Verbrauchergeschäft. Das Gesetz setzt die EU-Richtlinie 2024/1799 um und ändert das BGB an mehreren Stellen. Zwei Regelungsblöcke sind zu unterscheiden. Nur wer beide kennt, weiß, wie stark er betroffen ist. Block 1: Neues Gewährleistungsrecht für Verbraucherverkäufe Diese Änderungen betreffen jeden Händler, der Waren an Verbraucher verkauft, unabhängig von der Warengruppe. Sie gelten für Kaufverträge, die ab dem 31. Juli 2026 geschlossen wurden. Reparierbarkeit zählt

Arbeitsmarkt Westpfalz: Mehr Arbeitslose, aber auch mehr offene Stellen

6. August 2026|Pfalz, Rheinland-Pfalz, Top News|

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens ist im Juli 2026 gestiegen. 19.805 Menschen waren arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 7,0 Prozent. Für den Handel interessanter ist die andere Zahl: Die Zahl der offenen Stellen wächst deutlich. Der Anstieg um 727 Personen gegenüber Juni folgt dem üblichen Sommermuster. Junge Menschen finden nach Schule oder Ausbildung nicht direkt eine Stelle, Zeitverträge laufen zum Quartalsende aus, vor den Sommerferien wird gekündigt. Entsprechend stark fällt der Zuwachs bei den 15- bis 24-Jährigen aus, deren Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent kletterte. Für Betriebe, die Personal suchen, ist die Lage besser als im Vorjahr.

Inflation in Rheinland-Pfalz zieht im Juli deutlich an

5. August 2026|Rheinland-Pfalz, Top News|

Die Preise steigen wieder schneller. Die Inflationsrate in Rheinland-Pfalz lag im Juli 2026 bei 3,1 Prozent. Im Juni waren es noch 2,4 Prozent. Hauptgrund ist der Wegfall des Tankrabatts. Was teurer wurde Kraftstoff +28,9 % Heizöl +29 % Möhren +27,9 % Gurken +26,8 % Schokolade & Riegel +8,8 % Gemüse insgesamt +4,7 % Zucker, Marmelade, Honig +3,9 % Der Haupttreiber: Energie. Mit dem Wegfall des Tankrabatts stiegen die Kraftstoffpreise binnen eines Monats von plus 8,9 auf plus 28,9 Prozent im Jahresvergleich. Was günstiger wurde Butter –26,9 % Speisefette & -öle –12,6 % Strom –4,9 % Molkereiprodukte & Eier –3,8 % Bekleidung

Nach oben