Nie wieder ist jetzt: Ein Zeichen gegen wachsenden Antisemitismus
Der Handelsverband Deutschland (HDE) bekennt sich angesichts der wachsenden Zahl an antisemitischen Vorfällen in Berlin und Deutschland zu historischer Verantwortung und spricht sich klar gegen jeglichen Antisemitismus aus.
Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober ist die Anzahl antisemitischer Vorfälle in Berlin und Deutschland stark angestiegen.
„Der 9. November ist ein schmerzlicher Erinnerungstag an die Reichspogromnacht, einen dramatischen Wendepunkt unserer Geschichte. Dieses Mal schmerzt die Erinnerung noch mehr, denn wir müssen entsetzt feststellen, dass der Antisemitismus in der Mitte unserer Gesellschaft seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober mit einer erschreckenden Dynamik wächst“, so der HDE- Präsident.
Der Verband ist mit der Geschichte jüdischer Kaufmannstradition und der Warenhäuser insbesondere in Berlin eng verbunden:
Im Jahr 1903 gründete die Familie Tietz den Verband Deutscher Waren-und Kaufhäuser (VDWK). Adolf Jandorf, der Gründer des Kaufhauses des Westens (KaDeWe) war mehr als zwei Jahrzehnte als Ausschussmitglied Teil des VDWK.
1919 war Heinrich Grünfeld Gründungspräsident der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels (HDE). Hiermit beginnt die Geschichte des HDE, der 1919 100 Jahre Jubiläum feiern konnte.
„Der deutsche Einzelhandel und mit ihm der HDE hat sich den großen Umbrüchen und Herausforderungen immer wieder aufs Neue gestellt. Mit ihrer Wandlungsfähigkeit und dem Mut zur Veränderung hat die Branche eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben. Aber diese Wandlungsfähigkeit macht uns nicht geschichtsvergessen, ganz im Gegenteil, wir wissen, wo wir herkommen“, so von Preen weiter.
Es sei eine historische Errungenschaft der letzten Jahrzehnte gewesen, dass Juden aus der ganzen Welt in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hätten, in der sie sich sicher fühlten und in der jüdisches Leben die Innenstädte bereichere.
Nun sei aber diese Errungenschaft leider in Gefahr.
Der HDE-Präsident Alexander von Preen setzt anlässlich der Umbenennung des Joachimsthaler Platzes in Grünfeld Ecke in Berin ein klares Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus.
Der HDE-Präsident bekennt sich im Namen des ganzen HDE zu historischer Verantwortung und verdeutlicht, dass der Verband und seine Mitglieder jeglichen Antisemitismus verurteilen.
Von Preen: „Nie wieder ist jetzt: Der HDE und seine Mitglieder verurteilen jeglichen Antisemitismus in Deutschland. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung.“
Quelle:
Handelsverband Deutschland (HDE)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
8.11.23
Die letzten Artikel
Sonntagsöffnung: Handelsverband Südwest fordert sechs frei wählbare Termine
Ob Bäckereien, Konditoreien oder Bibliotheken künftig länger am Sonntag öffnen dürfen, wird derzeit auf Bundesebene diskutiert. Der Handelsverband Südwest nutzt die Debatte, um eine eigene Forderung zu erneuern: Der stationäre Einzelhandel in Rheinland-Pfalz und im Saarland soll künftig an sechs Sonntagen im Jahr frei und ohne besonderen Anlass öffnen dürfen. Warum die aktuelle Regelung nicht ausreicht Nach den Ladenöffnungsgesetzen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind Sonntagsöffnungen im Einzelhandel schon heute grundsätzlich möglich, allerdings nur in engem Rahmen: maximal vier Sonntage im Jahr, gebunden an einen besonderen Anlass und mit einer Öffnungszeit von höchstens fünf Stunden. Diese Anlassbindung führt in der Praxis
IHK-Austausch zur PPWR: Verpackungsrecht im offenen Dialog
Die IHK für Rheinhessen bietet gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Koblenz, Pfalz, Saarland und Trier eine monatliche Austauschrunde zum Verpackungsrecht an. Der nächste Termin findet am 17. Juli 2026 von 10 bis 11 Uhr statt und behandelt aktuelle Entwicklungen zum Verpackungsgesetz und zur EU-Verpackungsverordnung PPWR. Verpackungsrecht verständlich einordnen Ab dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung PPWR unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Für Unternehmen bedeutet das neue Pflichten bei Stoffgrenzwerten, Recyclingfähigkeit und Dokumentation, während das deutsche Verpackungsgesetz parallel zum Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz weiterentwickelt wird. Wer hier den Überblick behalten will, findet in der monatlichen Verpackungs-Austauschrunde der Industrie- und Handelskammern ein passendes, wiederkehrendes Format.
KI-Kennzeichnungspflicht ab August: Kein reines Online-Thema
Ab dem 2. August 2026 müssen Unternehmen offenlegen, wenn nach außen gerichtete Inhalte von einer KI erzeugt wurden. Die Regel betrifft nicht nur den Onlinehandel. Wer KI für Social Media, Website oder Kundenkommunikation nutzt, ist in der Pflicht. Wer ein Ladengeschäft in der Fußgängerzone betreibt und keinen Onlineshop hat, fühlt sich von EU-Digitalregeln meist nicht angesprochen. Bei der neuen Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte aus Artikel 50 des EU AI Act ist das anders. Die Regel gilt für jeden, der künstliche Intelligenz im geschäftlichen Kontext einsetzt und damit Inhalte produziert, die Kunden zu sehen bekommen. Was genau ab August gilt Die Kennzeichnungspflicht

